Affen auf Bali: Heilige Tiere & Monkey Forests

Affen auf Bali: Heilige Tiere & Monkey Forests

Aktualisiert: 03.02.20263 Min. Lesezeit

Als heilig gelten die Affen auf Bali. Sie werden von den Balinesen verehrt und den Großteil der Affen machen Makaken aus. Diese Tiere sind oftmals in den Tempelanlagen anzutreffen und im Ubud Monkey Forrest – ein Affenwald – hat der Urlauber die Möglichkeit, mehr als zweihundert dieser Langschwanzmakaken zu sehen.

Makaken auf Bali

Die meisten Affen auf Bali, die der Reisende zu Gesicht bekommt, sind Makaken. Dabei sind die Langschwanzmakaken die verbreiteste Affenart auf der Insel. Bei diesen Affen fällt zuerst der Schwanz auf, der bis zu 65 Zentimeter lang werden kann. Makaken gehören zur Familie der Meerkatzenverwandten und die Langschwanzmakaken erreichen eine Größe bis zu 65 Zentimetern. Weibchen und Männchen besitzen Backenbärte und meistens ist an den Lidern eine weiße Zeichnung zu sehen. Das Fell ist von einer grauen bis rot-braunen Farbe und die Gesichter dieser aufgeweckten Affen sind hellbraun. Makaken leben in Wäldern und Bambushainen. Da sie keine Angst vor Menschen haben und auf Bali als heilig angesehen werden, genießen sie in den verschiedenen Tempelanlagen ein recht angenehmes Leben. Die Verehrung der Affen auf Bali hängt mit Hanuman zusammen, dem Affengeneral oder Affengott.

Hanuman - Sohn des Gottes Vaju

Die Affen auf Bali werden von den Hinduisten als Nachkommen des Affengottes Hanuman angesehen. Er ist sozusagen Retter in der Not und der Sohn des Windgottes Vaju und Anjana. Hanuman wird unterschiedlich dargestellt. Meistens wird er mit einem menschlichen Körper, einem Affengesicht und einem langen Schwanz gezeigt. Die Geschichte erzählt von Hanuman und seinem Affenheer und dies ist einer der Grundpfeiler im Hinduismus. Hanuman steht als Symbol dafür, dass jedes Wesen die Möglichkeit hat, Gott zu erfahren und dass man durch Enthusiasmus und Kraft viel in der Welt bewegen kann. Er ist der Sohn des Windes und trägt in seinem Herzen ausschließlich Gott, dem er dient. Mit diesem Hintergrundwissen wird deutlich, warum die Affen auf Bali so verehrt werden.

Versteckt lebende Affen auf Bali

Es gibt neben den Makaken aber noch weitere Affenarten auf Bali, unter anderem den Haubenlangur. Diese Affen leben eher versteckt in den Wäldern und gehören zu den Schlankaffen. Sie erreichen eine Größe zwischen 45 Zentimetern und 65 Zentimetern, wobei ihr Schwanz bis neunzig Zentimeter lang werden kann. Ihr Fell ist meistens schwarz und an Armen, Beinen und Kopf befinden sich helle Haarspitzen. Selten gibt es diese Affen mit einem orange-braunen Fell. Um das Gesicht verläuft ein Haarkranz, der nach vorne gerichtet ist. Bis zu zwanzig Haubenlanguren leben zusammen in einer Gruppe. Diese Affen auf Bali fressen Früchte, Knospen, Blüten und Blätter. Ab und zu bereichern sie ihren Speiseplan mit Insektenlarven. Da ihr Lebensraum zunehmend zerstört wird, stehen die Haubenlanguren auf der roten Liste der stark gefährdeten Tiere.

Häufige Fragen zu Affen auf Bali

Sind die Affen auf Bali gefährlich?

Normalerweise nicht aggressiv, aber sie können beißen oder kratzen, wenn sie sich bedroht fühlen oder Futter wollen. Nicht direkt in die Augen schauen (Dominanzgeste), keine schnellen Bewegungen, nichts anbieten und wieder wegnehmen.

Stehlen Affen wirklich Sachen?

Ja! Brillen, Handys, Hüte, Wasserflaschen, alles Glänzende. Verstaue Wertsachen sicher, trage keine baumelnden Ohrringe. Im Monkey Forest und Uluwatu besonders dreist. Die Wächter helfen oft gegen Futter-Tausch.

Darf ich die Affen füttern?

Im Monkey Forest gibt es offizielles Futter zu kaufen (Bananen). Woanders besser nicht – es macht die Affen aggressiv und abhängig. Außerdem können sie beißen, wenn das Futter alle ist.

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RB

Redaktion Reisen Bali

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Zuletzt aktualisiert: 03. February 2026